Samstag, 30. Juli 2011

Sterntaucher


Auf der Halbinsel Melrakkasletta gibt es viele kleine Seen am Straßenrand, auf denen Eistaucherpärchen gebrütet haben und jetzt mit ihren Küken herumschwimmen. Sterntaucher sind sonst als sehr scheue Vögel bekannt, aber diese ließen uns erstaunlich nah an sich heran kommen.


schon recht große Jungvögel


Abflug - leider nicht ganz scharf, aber die Möglichkeit den Versuch zu starten zählt :o)

Die Bilder sind mit 70-200 bzw. 300mm Objektiven aufgenommen, teilweise war ein 2fach Konverter dazwischen.

Mitternachtssonne


Wenige Kilometer vom Polarkreis entfernt haben wir eines abends doch noch einigermaßen klaren Himmel bekommen, sodass wir um 23 Uhr losgezogen sind, Bilder aufzunehmen.
Hier wird gerade das "Arctic-Henge-Projekt" verwirklicht, eine nördliche Art Stone Henge soll es werden, also eine überirdisch große Sonnenuhr. Noch mitten im Bau.


gegen halb 12 nachts aufgenommen
Das, worin die Sonne verschwindet, ist eine Wolkenschicht, nicht das Meer.
Raufarhöfn liegt auf der Ostseite der Halbinsel, also keine "Wo die Sonne das Meer küsst"-Aufnahmen wie auf Spiekeroog möglich.

Trotzdem sehr schön!

Der Nordwesten


Langanes, die Halbinsel mit der Gans-Kopf-Kontur (oben rechts auf der Karte ;-)) - ein neuer absoluter Traumstrand. Das Wetter war so schön, dass ich doch glatt meine Schuhe ausziehen "musste". Hui, sagen wir, es war erfrischend - Bernie meinte unter 10°C, ich meinte über 10, so um die 12°C - was für Welten :-D




Die ersten "nah" dran gesehenen Lundi auf einer vorgelagerten Insel, 600 mm.
Auf den Färöern haben wir nur welche vorbeiflattern sehen.


Schon etwas besser waren die von der Halbinsel Melkrakkasletta, aber immer noch nicht nah genug für uns - die Westfjorde müssen ergiebiger sein!


Basstölpel hatte es auch eine Menge, nur leider wieder eine vorgelagerte Felsnadel, keine Helgoland-Distanzen.


Dafür hier ganz links auch mal ein Teddy-Jungvogel zu sehen.


Küstenseeschwalben, eigentlich immer und überall in Meeresnähe anzutreffen. Teilweise arg aggressiv, die Viecher, Sonja wurde schon in den Kopf gepickt. Seitdem heißt die Devise "immer schön das Stativ hochhalten", ächz, sie sind ja sooo leicht...


Photographer @ work


Der nördlichste Leuchtturm Islands!


Wir waren nur ca. 2 km vom Polarkreis entfernt! Yeah!
So kalt war es aber gar nicht.


Die neue Kamera mit ihrem Puschel-Mikro :-)


Der Leuchtturm in der Abendsonne bei uns im Dorf Raufarhöfn.

Gelandet - der 1. Tag

Was für ein Empfang!

Kurz nach der Ankunft stolpern wir über die ersten Wasserfälle, in der Gischt bilden sich Regenbögen, wir sind da - endlich (wieder)!




Über den "Pass" - eine kleine Gletscherlagune, superklares, eiskaltes Wasser mit Eisschollen.


Frühstücks-Kulisse


ein häufiger Geselle, der Eissturmvogel

Einfahrt durch die Ostfjorde

Pünktlich 3 Stunden vor der Ankunft in Island schallte die "nette" Stimme unseres Kapitäns durch den kratzenden Lautsprecher. Leute, aufstehen, wir wollen putzen, kommt in den Quark.

Mühsam haben wir uns dann also hochgequält gegen 5.30 Uhr und waren dann aber auch ganz genau zur Vorbeifahrt an Island startklar. Das Wetter war perfekt - strahlend blauer Himmel, hier kein Gefusche mit Polfilter oder so, sondern einfach tintenblau... Dazu ein paar Deko-Wölkchen - genau SO hatten wir das bestellt :)


entlang der Ostküste ging es gen Norden bis zum Seydisfjördur-Fjord, an dem auch die Stadt selbigen Namens liegt und in der das Schiff dann festgemacht hat.


Berge, Schnee, spiegelglatte See, bunte Farben, Wasserfälle...


Bernie knips, knips, knips...


Der Seydisfjördur kurz vorm Anlegen


Unser Schiff der Reederei Smyrill-Line, die Norröna, im Hafen von Seydisfjördur.
Wir waren nun 2,5 Tage auf See, hatten eine 4-Mann-Kabine und haben das Schaukeln alles in allem ganz gut weggesteckt. Der Weg zu den Färöern war der heftigste Teil, schlafen ging (mit Oropax) immer gut, aber tagsüber wars doch gerade auch beim Essen recht merkwürdig. Interessant ist vor allem das Schwanken, wenn man wieder an Land ist - hin, her, hin, her und der Obekörper wiegt sich leicht hin und wieder her...

Mittlerweile sind wir aber alle wieder landfest ;-)

Mittwoch, 27. Juli 2011

Färöer

Nachdem unser Trip bereits am Freitag mit der Fahrt nach Flensburg gestartet hatte, lief das Weiterkommen nach Hirtshals ganz entspannt. Von dort aus ging das Schiff, die Norröna, weiter nach Torshavn auf den Färöern. Dafür waren wir eineinhalb Tage auf See.
Spät abends am Sonntag sind wir angekommen und haben eigentlich nur noch unsere nette Wohnung bezogen, 2stöckig mit wunderbarem Blick auf den Hafen vom Wohnzimmer - 1a!
Während unseres kurzen Aufenthalts haben wir uns ziemlich viel angesehen und waren fast immer auf den Beinen.



Los ging's mit Torshavn: Einmal durch das Dörfchen geschlendert, am Hafen aufs Meer geschaut und die Grassodenhäuschen bewundert, von denen auf den Färöern erstaunlich viele in Takt und bewohnt sind. Auf Island kenne zumindest ich sie nur aus den Museumsdörfern.





Zudem etwas von der färingischen Denke gelernt:
"perfect weather" ist eine verhangene Wolkendecke, in der man leichte (ggf. sonnige) Konturen erkennen kann.

Am ersten Tag war das Wetter dann nicht so "perfect", als wir nachmittags wandern wollten fiel der Regen quasi waagerecht und wir haben uns dann doch lieber mit dem Auto die Fjorde und Küsten angeschaut.

Dafür waren die folgenden beiden Tage dann aber doch absolut perfekt! Wir hatten SONNE! :o)
Mein Lappi ist leider so lahmarschig, dass sich das Bilderkleinrechnen sooo hinzieht, sodass ihr euch mit einer kleinen Auswahl zufrieden geben müsst.


Am nächsten Abend konnten wir dementsprechen die Wanderung in Angriff nehmen (auch von den Färingern einer ihrer Lieblingsorte). Es ging zu einem der absolut schönsten Stränden, die ich kenne. Definitiv in meine Tops aufgestiegen!
Es ging an einem Fluss, naja evtl. auch Bach? mit einigen Wasserfällen und wenigen kleinen Häusern in Richtung Meer. Wir hatten die richtigen Tide-Zeiten, sodass es keine nassen Füße gab und dann standen wir in einer Felsspalte, links und rechts hohe Berge, vor uns frontal die Sonne (deshalb das Foto auch recht schlecht) und das Meer soo schön und klar und türkis auf dem schwarzen Strand - ein Traum!


Die Nordküste - es gibt einige, recht dünne und wasserarme Wasserfälle, viele Klippen (alles versteinerte Trolle!) und viel grün oben auf dem Schwarz.


Wegen der kurzen Zeit haben wir uns auf zwei Nordinseln und eine westliche beschränkt.
Unterm Strich auf jeden Fall den Abstecher wert, die 2 1/2 Tage aber für richtige Entdeckungstouren doch zu kurz, aber zum Schnuppern und auf den Geschmack kommen genau das Richtige! :)


Tschüss, ihr schönen Färöer!!!

Wir leben noch

Godan daginn alle miteinander!

Wir sind zurück in der "Zivilisation", wir haben WLAN. Kaum zu fassen, aber so bekommt ihr nun doch einen kleinen Ausschnitt aus unserer bisherigen Reise zu sehen.

Unter der Zivilisation könnt ihr euch ein 200-Seelen-Dorf vorstellen, in dem der Tourismus am Brummen ist wie kaum sonst wo im Norden. Wir befinden uns seit heute in Reykjahlid am Myvatn (Nordost-Island).

Die Bilder blogge ich jetzt in chronologischer Reihenfolge, damit alles seine Ordnung hat ;-)

Sommerliche Grüße aus dem hohen Norden
von euren Nordmänners