Dienstag, 16. Februar 2010

On the road No. 1

Guten Abend ihr Lieben!

Aaaaaalso, wie ihr es sicher alle RICHTIG (wie kann man DAS falsch raten?! ;-)) getippt habt, haben Bernie und ich uns am vorletzen Freitag, den 5.2. auf den Weg nach Spiekeroog gemacht. Frohen Mutes, als Ausgleich zu Bernies Klausuren und als Leckerbissen für Lena, Schnee auf Spiekeroog. Das sollte schöne Bilder geben!



Wir fuhren also frohen Mutes über die Autobahn, über die Landstraßen, Landkreise Jever, Aurich etc. - sprich die ganze Nordseeküste hatte schulfrei - bis auf Spiekeroog! --, es war nicht sonderlich glatt, wir kamen gut durch.

Dann fuhren wir bei Neuharlingersiel übern Diek und was war? Wasser war wech. Oh. Na und watt mackt man, so als erfahrener "Touri" (*grusel* ich sehe mich ja schon mehr als halber Insulaner, aber das sehen die Insulaner natürlich GANZ anders), man jeht als erstes mal zum Fahrkartenschalter und holt sick die Fahrkarte. Alles prima. Alles tipptopp. Aber oh! Da steht ja schon die erste Änderung! Laut Fährplan sollte das Schiff um 12 Uhr nach Spiekeroog fahren. Laut Internet war schon eine Verzögerung angekündigt, aktueller Stand war 12.15, aber nachdem wir unsere Karten gekauft hatten, hieß es sogar schon 12.30 - oooh! Das würde unsere Aufenthaltszeit ja noch weiter verkürzen, na egal, wir machen das jetzt.
Ich war schon die ganze Hinfahrt am Unken gewesen, ob sich das überhaupt lohnt nur für nur 5 Stunden Aufenthalt auf der Insel. Tja, Lena, hättste mal deine Klappe gehalten.
Bernie und ich hatten ja munter 4 Stunden Zeit zum Fahren einkalkuliert, auch in der Hoffnung noch schöne N'siel Hafenfotos machen zu können, dazu hatten wir jetzt ordentlich Zeit, waren gegen 11 am Anleger.


Die Tilde lag noch im Hafen (man beachte den Extra-Post ausm Januar/Februar) und dümpelte so vor sich hin - dh. NEIN! Sie dümpelte eben NICHT! Das war ja das Problem!!! Ich sagte noch zu Bernie, jaajaaaa, das Wasser ist doch ganz normal für Tiefwasser, naja, hust, wohl doch nciht so ganz, schließlich, hust, lagen bei genauerem Hinschauen alle Schiffchen aufm Watt. uuuuuuuuuups!




Die Fährrinne wurde irgendwie auch nicht voller, naja, wir waren guter Dinge und guter Hoffnung. Irgendwatt wird wohl fahren können!

Also spazierten wir weiter durchs Hafengelände, nein, ich lief mehr oder weniger mit meinen superduper Kinder-Klettverschluss-Winterschuhen (anscheinend sind solche Schuhe auch mit Saugnäpfen unten ausgestattet), während Bernie einen Eiskunstlauf hinlegte, der bei Olympia sicherlich großartig abgeschnitten hätte - immerhin hat er sich nicht auf die Klappe gelegt :-)


naja, nur fast :-D

Aber auch ein Festlandhafen kann entzücken und mit der vielen Zeit lassen sich auch diverse Skurilitäten finden...


Eisschollen von den vergangenen Wochen



so eine Memme! Was stellt er sich so an?!?! Wir haben doch schließlich FÜNFZIG Gad!


die Hafenwächter beim Plausch


mit mir als stillem Gast ;-)


unser Inselbonze - nein, er ist kein Insulaner, sondern ein reicher Bremer Reeder, hat sich die Tür kaputt gefahren, haha! nein, Schadenfreude kenne ich nicht, aber wenn ihr mal genauer hinguckt, könnt ihr erkennen, dass er sich nicht einmal einen neuen Türgriff hat leisten können, da ist nämlich noch der Schriftzug drauf, hahaaaaa!!!!

Nordseecharme:








Bernies absolutes Highlight: Früher durfte man die Möwen nicht füttern, jetzt soll man bitte welche futtern. Anscheinend haben sich die Viecher doch sehr heftig vermehrt, wenn jeder Touri mal zubeißen soll :-D

Gegen 12 Uhr gingen wir dann auf die andere Hafenseite zum Schiffanlegeplatz in der Hoffnung gleich loszufahren. Doch vor dem Fahrkartenhäuschen stand der nette Ostfriese, "jou neej, ne, keen Wasser da, dat wird nix" - aaaaaaaaaaaaaaaaaaaargh!!!


Hätte ich doch nur mal mein Unken gelassen! So hielten wir mit denen vom Hafen einen Schnack und machten uns auf, die deutsche Nordsee-Festland-Küste zu bestaunen, hust... Ich weiß schon, warum meine Eltern mir das nicht antun wollten.


Strand? Wattn dattn? Immerhin 3 Meter Sand/Schlickstreifen mit Eisschollen drauf.


Stattdessen direkt Wiesen oder angelegte Strände, pfui pfui


Muscheln? Die kennen nur Muschelkies... Tze


Deutsche Genauigkeit. Immer hübsch die Bänkchen auf den Deich, nöj, windich? nöj, nordseej? nöj, nie... :-)
Die Orte unterschieden sich in jedem Fall nur durch ihren Bankabstand, ob Laternen, Mülleimer o. Ä. dazwischen standen. Spektakulär. Wirklich. Ist sehenswert.

Aber immerhin Schnee und Eis, seltener Anblick, hat was!





Die Bilder mit etwas Strand haben wir dort aufgenommen, von wo die Fähren nach Baltrum fahren, der Name ist mir grad entfallen, auch ein klassischer -siel-Name


Eine zurück ins Meer geworfene Eis-Schlick-Scholle, hat Bernie sehr dreckig gemacht und sieht nichtmal besonders fotogen aus. Nen Versuch wars Wert.


Und morgen ist es auch wieder einen Versuch wert nach Spiekeroog zu kommen. Diesmal Papa und ich. Tschakka. Hoffentlich klappts!!! Bitte um Daumendrücken, dass das Wasser kommt :-)

Mittwoch, 10. Februar 2010

On the road

Letzte Woche Freitag waren Bernie und ich mal wieder "on the road"

Da ich es noch nicht geschafft habe, die Bilder groß zu sichten und sortieren, könnt ihr einmal rätseln, wohin wir denn wohl aufgebrochen sind... Aaaah, denkt ihr doch jetzt hoffentlich (sonst kennt ihr uns nämlich GAR nicht :-D :-D :-D), aber wenigstens ein paar Hinweise will ich euch an dieser Stelle geben:


es gibt ziemlich viele, ziemlich lange Baustellen, die teilweise sogar mit Laternen verschönert werden


es war reichlich early in the morning


wir passierten u. A. dieses Schild


typische Gegend nach Autobahn-Ende

NUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUN?!?!? :-D

Antwort gibts morgen oder die nächsten Tage...

PS: uiuiui, ich glaub, ich hab noch nie 3 Posts an einem Tag gemacht *aufdieSchulterklopf*

Akademiker


Mitte Januar (hüstel, ja damit rücke ich jetzt noch raus) hatte Bernie nun auch seine Entlassungs- und Abschlussfeier vom Bachelor. Physiker brauchen ja bekannter Maßen etwas länger, weil sie sich mit den wirklich "wichtigen" Dingen auf dieser Welt beschäftigen. (EINSCHUB: Man darf ja nicht sagen, dass sie sooo zerstreut sind, dass sie erst Ende Dezember merken, dass seit August/ September die Leutchens nicht mehr da sind, aber najaaaa.... EINSCHUB-ENDE)


Auf jeden Fall gab es für jeden eine Urkunde (, die EINSCHUB bereits im August/ September nach Hause geschickt wurde und nun wieder zurückgeschickt werden musst, damit man den Absolventen etwas überreichen konnte *augenverdreh* EINSCHUB-ENDE) und ich muss ja ganz ehrlich sagen, dass ich von der Schar Weiblein völlig überrascht war. Sagte Bernie mir doch immer, sie säßen maximal zu Fünft und nur Kerle in den Vorlesungen, müssen die Mädels ja alle recht experimentierfreudig sein - Bernie hört nur theoretische Vorlesungen, nichts experimentalphysikalisches. ;-) Hübsch mit Foto wurde dann jeder "aufgerufen" (sie standen ja alle schon dort) und bekam seine "schon besessene" Urkunde wieder.


Der Robin im großen Hörsaal, wie immer glänzender Laune, froh, dass er sich in den Osnabrücker Hörsäälen (ohje, wie schreibt man denn DAS?) nicht länger quälen lassen muss.

Chez Karo


Am letzten Januar-Wochenende war ich die liebe Karomaus besuchen. Wir haben geklönt, getratscht, Tee getrunken, fotografiert und Ponnienasen gestreichelt. Kurzum - es war ein superschönes vorgezogenes Wochenende!


Der Schnee fiel weiter und weiter, die Hinfahrt war ziemlich abenteuerlich, die Pferde fanden es eher Grund, in einen Winterschlaf zu fallen.


Ein müder Schleipi - oooh, wie klein die Zähnchen noch sind!!! :-D


Aber immerhin hat er gut Lachen (seine Maulwinkel), wenn er gestreichelt und verwöhnt wird.


Aber auch die anderen Glockenhof-Pferde gaben nette Motive ab!







Dienstag, 2. Februar 2010

Wale



Wale

die stillen Riesen,
die Giganten der Meere,
die größten Säugetiere unserer Erde.


Als ich im Sommer 2008 das erste Mal Wale "in echt" sehen durfte, war das kein Delfinarium, kein Tierpark, keine Show, es war das wahre Leben. Draußen in der Bucht vor Húsavík im Norden Islands leben während des Sommers viele Wale. Buckelwale, aber auch Orcas, ja sogar Blauwale bekommt man zu Gesicht. Wir haben nur Buckelwale gesehen, was heißt nur? Es war ein phantastisches Erlebnis.

Damals als Free Willy in die Fernseher kam (fürs Kino war ich wahrscheinlich damals noch zu klein, 2-3 Jahre später durfte ich das dann schon gucken), war ich begeistert von diesem großen Tier, seinen Augen, seiner Eleganz. Nicht ganz optimal lief die Geschichte für den Willy-Darsteller, trotz der Auswilderungsversuche vor ISLAND (was ja auch so überhaupt gar nicht mein Interesse weckte ;-D) Keico wollte oder konnte nicht frei sein.

Wale haben es in freier Wildbahn nicht gerade einfach. Ihre Nahrungsgrundlage wird weggefischt, ihr ungestörter Lebensraum kleiner, sie werden gejagt - kein Wunder, dass einige Arten vom Aussterben bedroht sind.
Waljagden unter dem Deckmantel der Wissenschaft sind trendy. Wissenschaft ist natürlich ohne Töten nicht möglich. Natürlich nicht. Wie sollte man denn auch sonst Sushi-Häppchen wissenschaftlich untersuchen?!
Aber nicht nur Japan gehört zu den Aktiven, sondern auch die Norweger und Isländer. Touristen schwärmen von den Walbeobachtungstouren, geben sich als ach so tolle Walschützer aus, doch dann gehen sie in Restaurants und einige probieren ach ja nur ein Häppchen von dem Walfleisch. Wie? Komisch? Für dieses Häppchen müssen vom Aussterben bedrohte Tiere sterben? Echt? Nee, echt komisch. Daumen hoch für Reiseführer wie LonelyPlanet, die schon in ihren Bewertungen ganz neutral angeben, ob ein Restaurant Walfleisch anbietet oder nicht. Dann kann man die immerhin gleich auslassen.

Arte hat einen richtig guten Film gemacht. Ich habe ihn mir gerade eben im Fernsehen angeschaut, er ist online leider nur eine Woche verfügbar (soweit ich weiß). Ihr findet ihn HIER. Es geht diesmal um ein Greenpeace-Schiff, das eine japanische Walfangflotte wenigstens für einige Zeit (solange der Sprit reicht) vom Walschlachten abhalten will. Der Film hat mich so berührt, dass ich euch unbedingt noch heute darauf hinweisen wollte, ich bin bei so etwas ja doch immer etwas sentimental. Mir haben die Portraits der verschiedenen Leute an Bord gut gefallen, die ruhige Kameraführung, die sachliche Sicht, die das ganze doch so dramatisch stimmt. Guckt euch 5 Minuten an, entweder euch gefällt der Stil oder er ist nix für euch. :-)

Ich möchte hiermit auch keinen Walfänger verteufeln, dann wären erstmal alle Massentierhalter dran, die Wale haben wenigstens ein schönes Leben bis zu ihrem Tod. Dennoch ist es eine prekäre Situation, vom Aussterben bedrohte Tiere (nicht mehr alle Walarten sind es) sinnlos abzumetzeln und aus ihnen Steaks etc. zu machen.

In meinen Augen ein Thema, das immer und immer wieder ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden muss, damit es nicht in Vergessenheit gerät.